FALLSTUDIE DER PLATIN-SILIKOVERBINDUNG

HABEN IHRE VULKANISITE KLEBRIGE OBERFLÄCHEN? SIND SIE UNVOLLSTÄNDIG VERNETZT? BILDEN SICH BLASEN AUF DER OBERFLÄCHE?

Platinkatalysatoren in additionsvernetzenden Silikonelastomeren sind empfindlich gegenüber Kontamination. Selbst kleinste Mengen bestimmter Stoffe und deren Verbindungen in der Luft oder auf der Werkzeugoberfläche können den Platinkatalysator hemmen und so den Vernetzungsprozess stören und dadurch vollständig zum Stillstand bringen. Es muss gewährleistet werden, dass kein potenzielles Kontaminationsrisiko besteht. Insbesondere ist auf Amin-, Amid- und schwefelhaltige Verbindungen zu achten, die sich während der Verarbeitung konventioneller organischer Gummiverbindungen bilden und freigesetzt werden können.

AUS DIESEM GRUND EMPFEHLEN WIR FOLGENDES:

  • Lagern und verarbeiten Sie platinvernetzende Verbindungen in einem separaten Raum, fern von organischen Gummiverbindungen.

  • Die Verwendung derselben Form für platinvernetzende Silikonverbindungen und organischen Gummi ist zu vermeiden.

  • Mischwalzen, Extruder und andere Verarbeitungsmaschinen müssen bei einem Wechsel zu platinvernetzenden Verbindungen stets gründlich gereinigt werden, um Kontaminationen zu vermeiden.

  • Eine Hemmung kann auch durch Latexhandschuhe verursacht werden. Wir empfehlen stattdessen die Verwendung schwefelfreier Nitrilhandschuhe.

  • Vermeiden Sie direkten Kontakt ungehärteter platinvernetzender Verbindungen und ungehärteter peroxidvernetzender Verbindungen.